05.05.2017

Erhöhter SGB XII / Freibetrag von Euro 5.000,- für das allgemeine Schonvermögen gilt auch für Ehegatten

Zum 1. April 2017 wird auch der Vermögensfreibetrag bei Menschen angehoben, die Sozialhilfe beziehen: von bislang 2.600 Euro auf nun 5.000 Euro. Davon profitieren Menschen mit Behinderung, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können. Grundsätzlich gilt diese Regelung jedoch für alle Bezieher von Leistungen nach dem zwölften Sozialgesetzbuch. In einer Verordnung hat die Bundesregierung klargestellt, dass dieser erhöhte Schonbetrag auch für die Ehe- und Lebenspartner sowie alleinstehende minderjährige Personen gilt. ( Quelle )

Der Vermögensschonbetrag gilt demnach bei Ehepaaren jeweils für beide Ehepartner, sodass bei Eheleuten insgesamt 10.000 € als Schonvermögen anerkannt werden.

17.10.2016

Begleiter und Ermöglicher – das innovative Bestattungsinstitut Vieweg in Rellingen

Die BestattungsWelt im Interview mit Geschäftsführer Joerg Vieweg

Aus: BestattungsWelt 06-2014 Text: Jutta Riedel

 

BW: Herr Vieweg, wie ist Ihr Werdegang, wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

JV: Ich bin Quereinsteiger und von persönlichen Erlebnissen geprägt. Ich habe zu- nächst als Krankenpfleger und auch beim Rettungsdienst gearbeitet. Die Extremsituationen, die ich in dieser Zeit miterlebt habe, sind für meine Lebenseinstellung und mein Verhältnis zu meinem jetzigen Beruf wesentlich.

BW: Im Anschluss haben Sie bei einem Bestattungsunternehmen gearbeitet?

JV: Ja, das ist richtig. Ich habe  in  dieser Zeit viele Dinge gelernt, dann entstand der Wunsch nach Selbstständigkeit.

BW: Wie lange ist Ihr Unternehmen schon  in Rellingen ansässig?

JV: Meine Frau und ich haben es vor elf Jahren nach einer genauen Marktanalyse sehr bewusst in Rellingen gegründet, wir leben in der Nähe. Unser Konzept war ein offenes Haus.

BW: Das klingt interessant. Was verstehen Sie darunter?

JV: Um es bildlich zu formulieren: Viele Bestatter arbeiten noch hinter verschlossenen Jalousien. Das empfinden wir als falsch und auch nicht mehr zeitgemäß. Es ist wichtig, über Themen zu sprechen, die jeden von uns betreffen. Dazu gehört auch der Tod.

BW: Heißt das, dass Sie Gesprächsangebote machen, nicht nur im Ernstfall?

JV: Ja, auch das. Wir veranstalten regelmäßig informative Themenabende, und unser Trauerhaus hat tatsächlich immer eine offene Tür. Wir machen den Menschen Angebote, die sie auch gerne wahrnehmen.

BW: Sie haben vor vier Jahren investiert und Ihre Räumlichkeiten noch einmal erweitert. JV: Wir verfügen seitdem über Abschieds- räume und eine eigene Trauerhalle. Da- durch sind wir in der Lage, den Menschen, die zu uns kommen, einen ganz individuellen Abschied zu ermöglichen. Das wird auch gut angenommen.

BW: Wie ist Ihr Selbstverständnis als Bestatter?

JV: Unser Leitbild ist klar: Wir sehen uns  als Begleiter und Ermöglicher. Wir zeigen die Möglichkeiten auf, die es gibt, und helfen den Angehörigen unaufdringlich dabei, Entscheidungen zu treffen. Es liegt uns völlig fern, jemandem etwas  aufzuschwätzen, um mehr Umsatz oder Rendite zu machen. Wir möchten, dass unsere Kunden sich gut aufgehoben fühlen und uns irgendwann weiterempfehlen.

BW: Was Ihnen offensichtlich gelingt – die Reaktionen sind ja eindeutig positiv!

JV: Ja. Das freut uns und zeigt, dass wir et- was richtig machen. Wir liegen hier zwischen der Großstadt Hamburg und der ländlichen Region und kümmern uns somit um ganz unterschiedliche Menschen mit dementspre-hend unterschiedlichen Bedürfnissen.

BW: Inzwischen beschäftigen Sie vier feste Mitarbeiter. Was ist für Sie im internen Be- reich wichtig?

JV: Dass wir alle gerne zusammenarbeiten. Und wir möchten die gesundheitlichen Belastungen, die der Beruf mit sich bringen kann, so gering wie möglich halten. Weshalb wir z. B. Hebelifter, Netze und Schaufeltragen einsetzen – was auch den sorgfältigen Umgang mit dem Verstorbenen gewährleistet. Man kann Menschen nach der Bestattung nicht einfach allein lassen.

BW: Das ist sehr lobenswert. Sie unterrichten auch?

JV: Ja, hygienische Versorgung an der Akademie in Münnerstadt. Ich bin auch ausgebildeter Thanatologe. Zum Beispiel habe ich 2009 Robert Enke nach seinem Tod (ehem. Deutscher  Nationaltorwart,  Anm. d. Red.) gemeinsam mit anderen Kollegen versorgt. Die Thanatopraxie ist aus meiner Sicht eine verantwortungsvolle und sinnvolle Tätigkeit, die die Trauerbewältigung entscheidend erleichtern kann.

BW: Sie helfen auch immer wieder Ihren Kollegen, die diese Ausbildung und Fähigkeiten nicht haben?

JV: Stimmt - es gibt eine ganze Zahl an Bestattern hier im Umfeld, für die wir thanatopraktisch immer wieder im Einsatz sind.

BW: Ihre Einstellung, Ihre Qualifikation  und Ihr Engagement empfinde ich als un- gewöhnlich und beispielhaft. Ihre Frau ist nicht nur in der Geschäftsleitung und der Beratung, sondern auch in der Trauerbegleitung aktiv?

JV: Auch das ist ein wichtiger Arbeitsbereich. Man kann Menschen nach der Bestattung nicht einfach allein lassen. Denn für    viele fängt die schwerste Zeit dann erst an. Ge- schulte und einfühlsame Gesprächspartner sind in dieser Situation sehr wichtig.

BW: Sie arbeiten mit der ADELTA.FINANZ AG zusammen. Warum?

JV: Ich kannte die ADELTA.FINANZ AG von meinem früheren Arbeitsplatz und fand die Leistungen überzeugend. Daran hat sich seitdem nichts geändert …

Herr Vieweg hat sich bereits bei der Gründung seines Unternehmens für die Premiumdienstleistung des Marktführers ADELTA.FINANZ AG BestattungsFinanz entschieden, die ihm Planungssicherheit garantiert. Das Abrechungssystem, aber auch die Möglichkeit der Ratenfinanzierung kommen sowohl den Angehörigen als auch dem erfolgreichen und sympathischen Unternehmen in Rellingen entgegen.

10.10.2016

NDR im Bestattungsinstitut

Heute waren wir Drehort des NDR im Rahmen der Aktionswochen "Hand in Hand für Norddeutschland" mit einem netten Kamera- und Tonteam und der Moderatorin Judith Rakers (https://www.ndr.de/hand_in_hand_fuer_norddeutschland/). Der ambulante Kinderhospizdienst Familienhafen war vor Ort um eine sehr persönliche Geschichte zu erzählen....

18.07.2016

Ein tolles Projekt!

© Foto Sliasthorp

Der Verein Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Schleswig-Holstein e.V. stellt trauernden Eltern einen kostengünstigen "Mini-Sarg" zur Verfügung. Die Eltern stillgeborener Kinder bis ca. 19 cm Körpergrösse können so Ihre Kinder in einem "schönen" unbehandelten Fichtenholzsarg beisetzen. Ausserdem kann der Sarg noch mit eigenen Farben und Motiven gestaltet werden. Der Sarg kann hier direkt bestellt werden: http://www.mini-sarg.de/der-mini-sarg/bestellformular. Weitere Informationen auch unter: http://www.mini-sarg.de/ oder http://www.vesh.de/

09.06.2016

Friedhofszwang endet mit Ablauf der Ruhezeit

Urnen können an Angehörige herausgegeben werden. Angehörige können nach Ablauf der Ruhezeit verlangen, dass Friedhofsverwaltungen ihnen die Urnen mit der Asche Verstorbener aushändigen. Nach einem aktuellen Rechtsgutachten greift der bestehende Friedhofszwang ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. 

Königswinter, 12.11.2015 - Aufgrund der in Deutschland herrschenden Friedhofspflicht dürfen Angehörige nicht frei über die Asche Verstorbener verfügen. Die Ruhezeit bzw. Ruhefrist bezeichnet dabei den Zeitraum, für den die Totenruhe gilt und währenddessen die Asche an ihrem Beisetzungsort bleiben muss. Sie umfasst je nach Friedhof meist zwischen 15 und 25 Jahren. Anschließend spricht rechtlich jedoch wenig dafür, dass die Asche auf dem Friedhof aufbewahrt werden müsste. Der Inhaber des Totensorgerechts, in der Regel ein Angehöriger, darf dann frei über den Verbleib der sterblichen Überreste bestimmen. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Gutachten "Herausgabe der Urne nach Ablauf der Ruhezeit" von Aeternitas e.V., der Verbraucherinitiative Bestattungskultur aus Königswinter. 

Die Asche Verstorbener befindet sich üblicherweise in einer Kapsel aus Metall und diese wiederum häufig in einer sie umschließenden Schmuckurne. Beide sind Eigentum des Angehörigen, der diese von Bestatter bzw. Krematorium erwirbt. Die Behältnisse lassen sich aus praktischen Gründen nicht getrennt von der Asche betrachten und fallen somit auch unter den Friedhofszwang. Mit Ablauf der Ruhezeit endet jedoch die Aufbewahrungspflicht der Friedhofsverwaltung. Der dazu berechtigte Angehörige kann neben dem Totensorgerecht seinen Eigentumsanspruch ausüben. Somit müssen die Friedhofsverwaltungen dann nicht nur die Asche Verstorbener, sondern auch die sie umhüllenden Behältnisse aushändigen. 

Kritiker der Urnenherausgabe an Privatleute sehen in solchen Fällen die Totenwürde gefährdet. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob die auf Friedhöfen verbreiteten Sammelbestattungen von Aschen aus abgelaufenen Gräbern der Würde der Verstorbenen gerecht werden. Rechtsanwalt Torsten Schmitt, Rechtsreferent bei Aeternitas, gibt zu bedenken: "Wenn eine Familie das Andenken auf ihre Weise pflegen will - zum Beispiel durch eine Gedenkstätte im eigenen Garten - ehrt dies den Toten sicherlich eher als ein anonymes Massengrab." (Quelle: www.aeternitas.de)

Das Gutachten stellt Aeternitas auf seiner Webseite kostenlos zur Verfügung